Initiativen zum Klima- und Umweltschutz

Wölbling hat mehr Initiativen zum Umweltschutz als man auf den ersten Blick merkt

Umwelt- und Klimaschutz dürfen auch in politisch schwierigen Zeiten nicht ihre Bedeutung verlieren. So ist vielen Menschen in den letzten Monaten aufgefallen, dass Klimaerwärmung und die Diskussion um das Spritzmittel Glyphosat zwar in den Medien vorkommen, jedoch in der Politik kaum Erwähnung finden.

Als Bürgermeisterin sage ich Ihnen, dass Klimaschutzaktivitäten in unserer Gemeinde sowohl in der Tagespolitik angekommen sind, als auch durch viele private Initiativen getragen werden.

Foto: privat, Fritz Brandstetter, Thomas Waldhaus, Bgmin Karin Gorenzel

Foto: privat, Fritz Brandstetter, Thomas Waldhaus, Bgmin Karin Gorenzel

Auf kommunaler Ebene beschäftigt uns natürlich neben ökologischen Effekten die Wirtschaftlichkeit. Energie sparen bedeutet auch Kosten sparen. Dabei gilt, dass jede regionale Investition besser ist als Erdöl im Nahen Osten zu kaufen!

In Wölbling werden Kindergarten und Schule mit Biomasse geheizt. Derzeit findet im Kindergarten eine Analyse des Heizverhaltens statt. Diese Beratung wird durch die ENU kostenlos durchgeführt und Wölbling gehört hier zu den ersten Pilotgemeinden in Niederösterreich. Ziel ist es sinnvoll und vernünftig zu heizen ohne dass jemand frieren muss!

Weiters beschäftigen wir uns seit rund einem Jahr mit der öffentlichen Beleuchtung. Moderne LED-Strahler brauchen deutlich weniger Strom und sollten dazu noch besseres Licht geben und auch gut aussehen. Wichtiger als eine schnelle Lösung ist mir jedoch eine intelligente Entscheidung, welche uns langfristig niedrige Kosten sichert.

In einer Erhebung von Mario Zimmel wurde zuerst eine Inventarisierung durchgeführt und jede Straßenlampe nummeriert. Damit vereinfacht sich zukünftig die Kommunikation zwischen Gemeinde, Elektriker und Bürgern. Derzeit nimmt der Elektrofachbetrieb Uferer eine exakte elektrotechnische Analyse der gesamten Anlage vor und daraus wird in den kommenden Monaten abgeleitet, welche Lampen tatsächlich getauscht werden müssen. Ein Generalaustausch aller Lampen wäre aus meiner Sicht jedoch reine Geldvernichtung, da die Firma Uferer im Auftrag der Gemeinde bereits seit Jahren eine entsprechende und finanziell vertretbare Umrüstung durchführt.

Im Bereich Elektromobilität unterstützt der Wölblinger Verein e3-WÖ bei der Suche und der Investition nach einem Standort für eine öffentliche Ladesäule. So sollte jedenfalls dann in 2018 eine Möglichkeit zum Laden im öffentlichen Raum vorhanden sein. Gleiches könnte auch für ein kommunales Elektroauto gelten, allerdings gilt auch hier: Wir kaufen nicht, nur weil es gerade besonders beliebt ist! Es sollte schon stimmig sein. Meine derzeit eher negative Haltung zu einem Kauf für die Gemeinde bezieht sich darauf, dass wir unsere derzeitigen Autos noch nicht ersetzen müssen.

Wer aber aktuell ein Auto wechseln möchte, der kann eine Woche Probefahren. Dies wird derzeit vom Land gefördert und kostet dem Bürger nur 60 Euro. Informationen dazu finden Sie unter www.e-mobil-noe.at oder bei Modellregionsmanager Alexander Simader (0676/5295276).